Dialog

Bei großen Stadtentwicklungsprojekten gilt heute mehr denn je der Leitsatz „Für die Menschen, mit den Menschen“. So hängt auch die Machbarkeit der Landesgartenschau in Crailsheim maßgeblich von der Akzeptanz der Crailsheimerinnen und Crailsheimer ab. Uns ist es wichtig, die Menschen in Crailsheim aktiv in den Entscheidungsprozess zu integrieren, damit sie sich mit dem Gesamtergebnis identifizieren können. Der jungen Generation gilt dabei ein besonderes Augenmerk. Denn diese Generation wird im Durchführungsjahr besonders gefordert sein.

DIALOG BIS JETZT:

Um die Crailsheimerinnen und Crailsheimer von Anfang an in den Bewerbungsprozess einzubeziehen, haben wir bereits zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen organisiert. Eine Umfrage wurde gestartet und Ideen von Bürgerinnen und Bürgern gesammelt. Viele der Vorschläge und Ideen wurden bereits in die Gesamtkonzeption der Bewerbung integriert. 

Hier finden Sie einige Aktionen und Beiträge, die bereits im Bewerbungsprozess stattfanden.
 

Ideensprint

Der Ideensprint wurde ins Leben gerufen, um Meinungen und Anmerkungen von Bürgerinnen und Bürgern direkt zu erfahren. Er wurde in die Veranstaltung „Offenes Rathaus in Crailsheim“ eingebettet und hatte das Ziel, partizipative Stadtentwicklung zu forcieren.
In einem Ideensprint liegt der Fokus auf dem konkreten Handeln und der interaktiven Zusammenarbeit in kleinen Projektteams. Angelehnt an die erfolgreiche Innovationsmethode des Design Thinking werden Nutzer und deren Bedürfnisse in den Mittelpunkt gerückt. Das Workshop-Konzept wurde eigens vom PionierLabor entwickelt. Erfahrene Trainer moderierten die Workshops und leiteten Experten sowie Bürgerinnen und Bürger durch einen methodischen Ablauf, der von der Problemfindung bis hin zum Erarbeiten konkreter Lösungsansätze ging. Prototypen, die in den verschiedenen Gruppen gebaut wurden, dienten zur Visualisierung der Lösungsansätze. Teilweise eröffneten die erarbeiteten Ideen konzeptionelle Ansätze, die bereits im Zuge der Bewerbung in die Planung aufgenommen werden konnten.

Weitere Impressionen unter: www.lagacrailsheim.de/ideensprint

Umfrage-Ergebnisse

Bereits im Bewerbungsprozess konnten Bürgerinnen und Bürger an einer Umfrage teilnehmen, die aus sechs Fragen bestand. Hier finden Sie eine Auswertung der Umfrage-Ergebnisse.

Entwicklungsbedarf der Innenstadt. = 21,5 %

Heimat. = 19,4 %

Geschichte und Horaffen.  = 13,2 %

Volksfest. = 12,5 %

Die Türme an der Jagst. = 6,25 %

Industriestandort. = 4,9 %

Die Jagst. = 3,5 %

Sonstiges. = 18,75 % 

Die Natur und die Jagst. = 25,4 %

Kultur und Stadtleben. = 17,4 %

Kleinstadt-Charme, Größe und Überschaubarkeit. = 16 %

Volksfest. = 11,6 %

Infrastruktur und gute Anbindung. = 8 %

Heimat. = 5,8 %

Die Menschen und der familiäre Charakter. = 4,4 %

Wirtschaft und Aufschwung. = 4,4 %

Sonstiges: = 7,2 %

Eine belebte Innenstadt mit Fußgängerzone und tollen Einkaufsmöglichkeiten. = 36,7 %

Einbindung der Jagst z. B. durch einen Stadtstrand. = 18 %

Kulturelle Angebote, eine Stadthalle und das Nachtleben. = 14,7 %

Verweilorte in Grünflächen, Plätzen und Parks. = 13,3 %

Gute Infrastruktur. = 8,7 %

Sonstiges. = 8,6 %

Ausbau einer attraktiven Innenstadt mit Aufenthaltsmöglichkeiten und Freizeitangeboten. = 34,7%

Mehr Natur. =12,8 %

Mehr kulturelle Veranstaltungen. = 8,2 %

Lebendiges Miteinander und Integration der Bürgerinnen und Bürger. = 7,7 %

Bessere Infrastruktur – auch für Radfahrer und Fußgänger. = 7,1 %

Landesgartenschau. = 6,6 %

Sonstiges. = 23 %

… die Innenstadt attraktiver gestaltet wird. = 73,1 %

… die Natur besser ausgebaut und integriert wäre. = 10,6 %

… es weniger Verkehr gäbe. = 6,25 %

…die Landesgartenschau kommen würde. = 2,4 %

… sonstiges. = 7,7 %

Ideen von Bürgerinnen und Bürgern

Bürgerinnen und Bürger konnten bereits im Bewerbungsprozess ihre Ideen und Wünsche für die Zukunft Crailsheims und der Landesgartenschau einreichen. Die häufigsten Ideen und Anmerkungen finden Sie hier zusammengefasst.
 

Mehr Öffentlichkeitsarbeit. Mehr Information. Mehr Transparenz.

Integration der Crailsheimerinnen und Crailsheimer – von Anfang an. 

Einbeziehung der großen Unternehmen Crailsheims. 

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. 

Integration der Jugend.

Begrünung von Beeten durch Patenschaften im Rahmen der Laga. 

Neue Wegeverbindungen durch Brücken für Fußgänger und Fahrradfahrer. 

Netzkonstruktion als neue Flaniermöglichkeit und Tourismusmagnet. 

Lichtwege, die abends und nachts durch die Stadt leiten. 

Neue Mobilitätsangebote – z. B. E-Bikes. 

Ausbau Crailsheims als Fahrradstadt. 

Neue Verbindungen schaffen: Zwischen den Stadtteilen. Über die Jagst und den Bahnhof. 

Ausbau der stadtnahen Rad- und Wanderwege. 

Grüner Rundgang Stadtmauer. 

Basketball-Arena auf dem Gelände.

Die Jagst erlebbar machen – ohne Ruhe- und Schutzzonen zu beeinträchtigen. 

Neuer Verweilraum Spitalpark.

Stadtstrand.

Beobachtungsplattformen für die Wahrnehmbarkeit der Natur einrichten.

Integration der Villa.

Mehr Wiesen und Beete für Schmetterlinge und Bienen – auch in der Nähe der Jagst.

Intelligente Integration des Eisenbahnvereins.

Gleisdreieck und Wasserturm zu einem soziokulturellen Zentrum machen.

ZOB- und Bahnhofsgelände sanieren und aufwerten.

Waggons aufwerten.

Dampflok-Fahrten anbieten.

Ein neuer Ringlokschuppen für das Gleisdreieck.

Lichterfest im Spitalpark oder der Trutenbachaue. 

Eine ganzjährig nutzbare Konzertmuschel.

Eisenbahn und Kriegszerstörung in das Veranstaltungsprogramm einbetten. 

Eventhalle am Gleisdreieck.

Kulturwochenende ausweiten.

Flaniermöglichkeiten an der Jagst schaffen. 

Hochseilgarten für Groß und Klein bauen. 

Übernachtungsmöglichkeiten in stillgelegten Eisenbahnwaggons.

Erlebnispädagogik: Trimm-dich-Pfad, Erlebnisspielplätze.

Aussichtplattformen für eine Sicht von oben.

Café oder Biergarten an der Jagst.

Sonstiges

Stadt der Türme.

Informationstafeln: Klimabilanz der Laga.

Ausbau der innerstädtischen Einzelhandelsstruktur. 

Integration der Ortsteile.

Inklusion und Integration.

Eigentumsverhältnisse klären. 

Grussworte Unserer Partnerstädte

Bilgoraj – Janusz Rostan


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Crailsheimer und Freunde der Stadt Crailsheim,
die Stadt Bilgoraj freut sich mit Crailsheim über die Bewerbung für die Ausrichtung einer Landesgartenschau!

„Wächst. Blüht. Verbindet.“ – ein besseres Motto für die geplante Landesgartenschau hätte sich Crailsheim wahrlich nicht geben können! In Bilgoraj sind wir uns sicher, dass die Stadt Crailsheim diesem verbindenden Ziel auch bei diesem Vorhaben gerecht wird. Wie schon viele Jahrzehnte zuvor – mit Partnerstädten in Ost und West.

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung und wünschen Ihnen, liebe Freunde, dass Sie den Zuschlag bekommen!

Eine Landesgartenschau wird sicherlich die Schönheit Ihrer Stadt hervorheben und Ihr zu einem neuen Glanz verhelfen. Darüber hinaus ist eine Gartenschau ein wichtiger Motor für Inspirationen bei Stadtentwicklung, Tourismus und Wirtschaft. Hiervon werden Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Crailsheim und der gesamten Region, langfristig profitieren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele gute Ideen und viel Erfolg bei der bevorstehenden Vergabeentscheidung!

Auf Wiedersehen in Crailsheim!
Janusz Roslan
Bürgermeister der Stadt Bilgoraj

Ville de Pamiers – André Trigano


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen,

Ich habe erfahren, dass unsere Partnerstadt Crailsheim sich für die Landesgartenschau beworben hat und es freut mich sehr.
Dank unserer zahlreichen Austausche konnte ich nämlich die Dynamik Ihrer Stadt schätzen lernen, besonders in Bezug auf Urbanismus, städtische Einrichtungen und Nachhaltigkeit.

Ich wünsche mir sehr, dass Ihre Bewerbung angenommen wird und alle Mitbürger und Freunde von Pamiers stehen auf Ihrer Seite, um Sie bei Ihrem Vorhaben zu unterstützen.

Mit meinen freundlichsten Grüßen, verbleibe ich, Herr Oberbürgermeister und liebe Kolleginnen und Kollegen,

André Trigano
Bürgermeister von Pamiers

Worthington – Mike Kuhle


On behalf of the City of Worthington, Minnesota, I as a Mayor would like to applaud Crailsheim for your efforts in applying for the Landesgartenschau in 2019! It is important that communities recognize the importance of planning and providing parks, green space and flower gardens for their residents to enjoy. And with the world changing so rapidly, improving the ecological climate has never been more essential.

One of Worthington’s most valuable assets are its natural features. We have 26 city parks, 13 of which are located around our beautiful Lake Okabena. We also have preserved a 113-acre nature park that was once a recreational golf course. We know that these features make Worthington a more attractive place to live and are some of the amenities in Worthington that out community members, especially our children, enjoy most.

It is important for our City and the City of Crailsheim look for new ways to plan our Cities’ growth that will enhance our way of life. In Worthington, we have been working diligently on creating new and unique community amenities to make Worthington the community of choice for everyone in our region of Southwest Minnesota. We have great hope that Crailsheim is chosen for the Landesgartenschau so that may help them be the community of choice for everyone in Baden-Württemberg.

We would encourage the state of Baden-Württemberg to consider Crailsheim for the Landesgartenschau. We in Worthington would be filled with joy and pride to discover our sister city has been awarded this great honor and would be eager to visit to experience this process ourselves. Perhaps we can learn from this experience and bring some of these ideas about improving quality of life and the ecological climate back home to America.

Best of luck to Crailsheim on its application and thank you for 71 years of friendship, learning and memories,

Sincerely,
Mike Kuhle

Malwettbewerb:

Die 6. Klasse der Leonhard Sachs Schule in Crailsheim hat sich in einem Malwettbewerb Gedanken zum Crailsheimer Horaff und der Landesgartenschau gemacht. Die kreativen Bilder der Kinder finden Sie hier.

Landesgartenschau-Lied:


Craalsa – dahinter verbirgt sich kein Gesellschaftstanz, sondern die Bezeichnung für Crailsheim im hohenlohischen Dialekt. Und so beginnt auch das von Frau Durspekt-Weiler kreierte Lied zur Landesgartenschau, das durchgängig im hohenlohischen Dialekt verfasst ist und zur Melodie von „Horch was kommt von draußen rein“ gesungen wird. Dass der ehemaligen Stadträtin und Mundartkünstlerin der Dialekt sehr am Herzen liegt wurde nicht zuletzt durch ihre zahlreichen Auftritte als „Doudi vu Träschbi“ deutlich. Als Ehrenbürgerin der Stadt Crailsheim und als große Unterstützerin der Landesgartenschau ist es ihr ein Anliegen, aktiv voranzugehen und die Bewerbung mit kreativen Beiträgen zu bereichern.

DIALOG ab JETZT:

Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses in der Bewerbungsphase haben gezeigt, wie wichtig die Kooperation zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Verwaltung und Gemeinderat ist. Und auch der Planungsprozess zur Landesgartenschau lebt vom Engagement der Crailsheimerinnen und Crailsheimer. Beim bereits eingerichteten „Kultur-Stammtisch“ treffen Kulturvereine, Verbände und Vertreter der Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam Ideen für das Veranstaltungsprogramm der Landesgartenschau zu erarbeiten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Integration verschiedenster Altersgruppen und Interessengebiete, damit die Diversität des kulturellen Lebens in Crailsheim adäquat abgebildet werden kann. Auch die Gestaltung des Gartenkonzepts hängt maßgeblich vom Engagement lokaler und regionaler Akteure ab. In enger Kooperation mit den regionalen Netzwerken wird hier ein Konzept erarbeitet, das die Vielfalt des Naturraums und der beteiligten Institutionen darstellt. Denkbar wäre auch die Gründung eines Vereins, der für die Planung und Durchführung des partizipativen Prozesses zuständig ist. Kuratierte Wettbewerbe eröffnen die Möglichkeit, mit beteiligten Verbänden und Vereinen in den Dialog zu treten. Auch die jungen Crailsheimerinnen und Crailsheimer werden in die Kreation der Landesgartenschau einbezogen.